08.11.2019

11. Deutsches Wirtschaftsforum 2019

Einmal jährlich treffen führende Vertreter aus Wirtschaft und Politik in Frankfurt am Main zusammen, um über aktuelle Fragen der Wirtschaft zu diskutieren.
Podiumsgäste waren: Dr. h.c. mult. Jean-Claude Trichet, Prof. Dr. Stephanie Kelton, Dr. Jörg Kukies, Dr. Daniel Risch, Daniel Cohn-Bendit, René Obermann, Johannes Reck, Mathias Oberndörfer, Valentina Daiber, Dr. Christoph Loos, Susanna Schneeberger

Die Themen

Zwei zentrale Themen standen im Mittelpunkt des 11. Forums 2019.
- DIE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT EUROPAS
- DIE WIRTSCHAFT IM UMBRUCH
Es war sehr viel Input zu beiden Themen, auch die Gespräche und Diskussionen am Rande und in den Pausen waren sehr aufschlussreich. Um den Rahmen dieser kleinen Nachberichterstattung nicht ganz und gar aus dem Rahmen zu sprengen, möchte ich mich hauptsächlich auf den Punkt 2 beschränken und zu eins nur so viel sagen, dass Europa politisch gesehen zur Zeit keine so tolle Figur abgibt, was ja täglich in den Medien zu hören und zu lesen ist.
Wirtschaftlich gesehen aber ist Europa immer noch eine Erfolgsgeschichte trotz der starken Konflikte mit der USA. Es zeigt sich nun doch das es gemeinsam erheblich besser geht als alleine. Besonders Deutschland konnte durch die Gemeinschaft besonders profitieren.

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Musterknabe mit Schwächen

Gerade in den letzten Monaten befinden wir uns auf dem Kurs der wirtschaftlichen Abkühlung. Gut das ist auch normal. Hätten wir die Inlandsnachfrage nicht. Würde die Wirtschaft stärker schrumpfen. So ist die Stimmung allgemein doch verhalten positiv. Das ist gut!
Nur mit positiver Stimmung hat man einen freien Kopf für klare Gedanken.

Also ist doch alles beim Besten und es gibt keinen Grund etwas zu verändern. Oder vielleicht doch? Bei genauerem hin sehen verlieren kleinere und mittlere Unternehmen zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit. Themen wie Digitalisierung, Fachkräftemangel und der globalisierte Markt ist nach wie vor bei vielen noch nicht im Bewusstsein angekommen. Dabei kann sich diesen Themen kein Unternehmen entziehen. Viele nehmen das alles einfach hin und fühlen sich selbst nicht betroffen davon. So war es doch sehr aufschlussreich, von anderen Stellen zu erfahren, dass deutsche Unternehmen tendenziell sehr konservativ auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen reagieren. Nach Möglichkeit nichts verändern!  Dass diese Haltung eine schlechte ist zeigen entsprechende Zahlen der IHK und HWK.

Viele Probleme im Unternehmen Hausgemacht

Viele Unternehmen beklagen den Mangel an Bewerbungen von Auszubildenden oder Fachkräften. Hinzu kommen Mitarbeiter-Fluktuation oder hoher Krankenstand. Mit diesen Vorzeichen lassen sich die Herausforderungen der Zukunft natürlich nicht meistern.
Die Gründe sind hier sehr vielfältig. Alleine die Tatsache, dass ein nicht unerheblicher Anteil von Unternehmen selbst heute noch nicht über einen adäquate Internetplattform verfügen, sagt schon einiges aus. Industrie 4.0, Digitalisierung, Zukunftsorientiert weit gefehlt. Gut für den Wettbewerber!

Auch der Staat muss seine Hausaufgaben machen

Natürlich wurde von kompetenter Stelle darüber berichtet, dass unser Staat seinen Verpflichtungen das Land zukunftsfähig zu halten nur sehr zögerlich nachkommt. So ist der flächendenkende Ausbau der Internet- und Mobildatenstruktur ein großes Thema. Auch im Bereich der Verkehrsinfrastruktur hinkt Deutschland hinter her. Hier wurden die Bereiche Schienengebundener Verkehr, Versorgung des öffentlichen Raums mit E-Ladestationen oder Wasserstoff Tankstellen genannt.

Was bleibt

Was nehmen wir mit von einem Tag geballter Informationen und Inputs?
Klar ist, es gibt viel zu tun! Nicht nur politisch für Europa und Deutschland, nein auch wirtschaftlich gibt es große und kleine Baustellen die zu bewerkstelligen sind.
Auch muss sich jeder Unternehmer fragen, ob er den Weg in die Zukunft aktiv vorantreiben möchte, oder ob er in alter Tradition seine Geschichte beginnt „Es war einmal“